SAusE-Studie

 

SAusE (= Saarländische Ausdauer-Etappe)

 

Bewegungsarmut ist eine der wesentlichen Ursachen verschiedener Zivilisations- krankheiten und hängt eng mit der  Ausprägung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen. Wissenschaftlich ist zwar gut belegt, dass eine Zunahme der körperlichen Aktivität bei untrainierten Menschen die Risikofaktoren positiv beeinflusst und auch die Sterblichkeit herabsetzt. Diese Erkenntnisse stammen jedoch weitgehend aus sog. „Beobachtungsstudien“, die untersucht haben, ob körperliche Aktivität günstige Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Man kann aus diesen Untersuchungen nicht eindeutig ableiten, wie die sportliche Aktivität gestaltet sein sollte, um möglichst günstige Effekte hervorzurufen. Eine Aussage über das optimale Training für einzelne Menschen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Eigenschaften (z. B. Alter, Geschlecht, Risikofaktorausprägung) ist daher nicht präzise möglich. Derartige Fragen sind nur mit „Trainingsstudien“ zu beantworten, in denen konkrete Trainingsprogramme ausprobiert werden. Eine solche Trainingsstudie soll ab dem Frühjahr 2011 am Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes durchgeführt werden: die SAusE (Saarländische Ausdauer-Etappe; Übersicht in der Abbildung).

Abb.: Ablauf SAusE

In der SAusE sollen die Effekte von 3 verschiedenen Trainingsmethoden auf wichtige Kennwerte der Gesundheit untersucht werden. Messwerte sind beispielsweise die maximale Sauerstoffaufnahme, der Ruheblutdruck und die Blutfette. Dazu werden über 200 Probanden im Anschluss an einen Eingangstest (ärztliche Untersuchung, Blutentnahme, Belastungs-EKG) für eine sechsmonatige Trainingsperiode entweder einem Intervalltraining, einem Dauertraining oder einem Kraftausdauertraining zugewiesen (zufällige Entscheidung). Ein Viertel aller Teilnehmer wird in die Kontrollgruppe gelost und gebeten, 6 Monate unverändert weiterzuleben. Die Kontrollgruppe erhält nach Ablauf von 6 Monaten ebenfalls eines der Programme. Alle Untersuchungen werden am Institut für Sport- und Präventivmedizin in Saarbrücken durchgeführt. Die Leitung des Projekts hat Prof. Dr. med. Tim Meyer. Am Projekt beteiligt sind die Ärzte Dr. med. Ulf Such, Dr. med. Anne Krieg, Dr. med. Philipp Bohm und die Doktoranden Melissa Wegmann, Anke Steffen, Jochen Kraushaar und Arne Morsch.

 

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, zwischen 30 und 60 Jahren alt und untrainiert sind, können Sie sich bereits jetzt per Mail, Fax oder Telefon anmelden:

 

E-Mail: sause@mx.uni-saarland.de